[mediarenner] unterstützt Arzt-, Zahnarzt-, Physiotherapie- und Tierarztpraxen sowie andere Gesundheitsbetriebe ab etwa fünf Mitarbeitenden auf Social Media. Meist geht es um zwei Ziele: medizinisches Fachpersonal finden und Patienten für Leistungen gewinnen, die nicht von allein kommen – etwa Selbstzahler- und Präventionsangebote. Wir drehen in der Praxis, schalten die Anzeigen und achten dabei auf die Grenzen, die das Heilmittelwerbegesetz und die Berufsordnung setzen.
Wofür lohnt sich Social Media für eine Praxis überhaupt?
Ehrlich gesagt: nicht für jede Praxis für dasselbe. Viele Praxen haben volle Terminbücher und brauchen keine zusätzlichen Kassenpatienten. Social Media lohnt sich dort für drei Dinge:
- Personal: MFA, ZFA, TFA, Therapeutinnen und Therapeuten sind schwer zu finden. Hier liegt bei vielen Praxen der größte Hebel.
- Selbstzahler- und Privatleistungen: Prävention, Kurse, Zusatzleistungen – Angebote, die Patienten aktiv auswählen.
- Vertrauen vor dem ersten Termin: Wer Team, Räume und Ablauf schon kennt, kommt entspannter und bleibt eher.
Bevor wir etwas drehen, klären wir, welches dieser Ziele Vorrang hat. Davon hängen Kanal, Inhalte und Budget ab.
Wie findet eine Praxis MFA, ZFA oder Therapeuten über Social Media?
Über Anzeigen in deiner Umgebung, die zeigen, wie es in deiner Praxis wirklich ist. Gutes Fachpersonal hat meist einen Job und sucht nicht aktiv. Diese Menschen erreichst du nicht über Jobbörsen, sondern im Feed, zwischen anderen Inhalten.
Was Bewerberinnen und Bewerber sehen wollen: das Team, den Umgangston, Arbeitszeiten, Fortbildungen, die Ausstattung. Am stärksten wirken Kolleginnen, die selbst erzählen, warum sie bei dir arbeiten. Die Bewerbung selbst muss auf dem Handy in wenigen Minuten erledigt sein – ohne Anschreiben, mit schnellem Rückruf.
Wie wir das aufbauen, steht unter Social Recruiting.
Was darf eine Praxis auf Instagram zeigen – und was nicht?
Das Heilmittelwerbegesetz gilt auf Social Media genauso wie auf deiner Website, auch in Stories und Reels. Die wichtigsten Punkte:
- Keine Erfolgsversprechen. Aussagen, die eine Heilung oder einen Behandlungserfolg als sicher darstellen, sind irreführend.
- Vorher-Nachher-Bilder sind bei operativen plastisch-chirurgischen Eingriffen verboten und auch sonst heikel, wenn sie einen typischen Erfolg suggerieren.
- Patienten im Bild nur mit schriftlicher Einwilligung. Schweigepflicht und Datenschutz gelten auch für ein kurzes Reel.
- Impressum muss vom Profil aus erreichbar sein.
- Zielgruppen nach Gesundheitsmerkmalen sind bei Werbeanzeigen tabu.
Wir bauen deshalb einen festen Freigabeschritt ein: Nichts geht online, was du nicht vorher gesehen hast. Eine Rechtsberatung ersetzen wir nicht – bei Grenzfällen gehört die Frage zu einer auf Medizinrecht spezialisierten Kanzlei.
Welche Inhalte schaffen Vertrauen bei Patienten?
Inhalte, die Unsicherheit nehmen. Viele Menschen gehen ungern zum Arzt oder Zahnarzt; Videos können die Hürde senken.
- Wie läuft der erste Termin ab? Vom Empfang bis zur Besprechung.
- Das Team stellt sich vor: Wer sitzt am Empfang, wer behandelt?
- Häufige Fragen sachlich beantwortet: ohne Heilversprechen, mit Hinweis auf die persönliche Beratung.
- Prävention und Alltagstipps: Übungen, Pflege, Vorsorge.
Wie wir drehen, steht unter Content-Produktion. Für die Anzeigen nutzen wir Meta Ads auf Facebook und Instagram.
Was im Start enthalten ist
Im Start sind 2 Stunden Shooting pro Monat, 2 organische Postings pro Woche, Meta Ads auf Facebook und Instagram bis 1.000 € Ad Spend im Monat, einmal monatlich Reporting und einmal monatlich Jour fixe enthalten. Die Mindestlaufzeit beträgt 3 Monate und verlängert sich jeweils um 3 Monate. Was das für dich kostet, hängt von Umfang und Zielen ab. Das besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch und machen dir danach ein Angebot auf deinen Fall.
Google Ads, LinkedIn, TikTok und Community-Management werden einzeln dazugebucht.
Häufige Fragen
Dürfen Patienten in unseren Videos vorkommen? Nur mit schriftlicher Einwilligung, die jederzeit widerrufen werden kann. Halte fest, welches Material zu welcher Person gehört, damit du es im Fall eines Widerrufs schnell findest. In den meisten Fällen drehen wir ohnehin mit dem Team statt mit Patienten.
Muss die Ärztin oder der Arzt selbst vor die Kamera? Es hilft, weil Patienten wissen wollen, wer sie behandelt. Es reicht aber oft ein kurzer Auftritt; den Großteil können Team und Praxisabläufe tragen.
Wie passt ein Dreh in den Praxisalltag? Wir planen den Dreh vorab mit einem Drehplan und legen ihn in Randzeiten oder sprechstundenfreie Zeiten. So läuft der Betrieb weiter, und niemand im Wartezimmer landet ungewollt im Bild.
Lohnt sich Werbung, wenn die Praxis ohnehin voll ist? Dann meist für Recruiting und für gezielte Selbstzahlerleistungen. Mehr Kassenpatienten zu bewerben, die du nicht behandeln kannst, ergibt keinen Sinn.
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