
Social Recruiting kostet 2026 je nach Umfang meist zwischen rund 1.500 und 5.000 Euro im Monat, wenn du es mit einer Agentur machst. Darin stecken drei Posten: das Werbebudget bei Meta oder TikTok, die Produktion der Videos und die Betreuung der Kampagnen. Machst du alles selbst, zahlst du nur das Werbebudget, investierst dafür aber viel Zeit. Ob sich das lohnt, entscheidet nicht der Preis, sondern was eine Einstellung kostet und wie lange die Stelle schon offen ist.
Die Zahlen in diesem Artikel sind Richtwerte, wie sie am Markt in Deutschland üblich sind. Sie helfen dir, Angebote einzuordnen. Ein konkretes Angebot hängt immer von Beruf, Region und Anzahl der Stellen ab.
Social Recruiting Kosten im Überblick
| Posten | Typischer Richtwert | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| Werbebudget (Meta, TikTok) | ca. 500 bis 2.000 € pro Monat und Stelle bzw. Stellengruppe | Geld, das direkt an die Plattform geht |
| Videos und Bilder | ca. 1.000 bis 3.000 € pro Drehtag | Mitarbeitende erzählen, Einblicke in Arbeitsplatz und Team |
| Einrichtung (Funnel oder Formular, Tracking, Kampagnen) | ca. 1.000 bis 3.000 € einmalig | Bewerbungsstrecke, Fragen zur Vorauswahl, Messung |
| Laufende Betreuung durch eine Agentur | ca. 1.000 bis 3.000 € pro Monat | Kampagnen steuern, Anzeigen testen, Bewerbungen auswerten |
Selbst wenn du alles intern machst, brauchst du ein Werbebudget. Unter einigen Hundert Euro im Monat bekommt die Plattform zu wenige Daten, um zu lernen, wem sie deine Anzeige zeigen soll. Dann laufen ein paar Klicks ein, aber kaum Bewerbungen.
Was die Kosten im Social Recruiting treibt
Fünf Punkte entscheiden, ob du eher am unteren oder oberen Ende landest:
- Der Beruf: Für Aushilfen oder Produktionshelfer gibt es mehr Interessierte als für Pflegefachkräfte, Kranfahrer oder Elektroniker. Je knapper der Beruf, desto mehr Budget brauchst du pro Bewerbung.
- Die Region: In einer Großstadt konkurrierst du mit mehr Arbeitgebern um dieselben Menschen, auf dem Land ist die Zielgruppe kleiner. Beides kann teurer werden.
- Die Zahl der Stellen: Eine einzelne Stelle trägt die Einrichtungskosten allein. Bei mehreren Stellen oder Standorten verteilen sich Drehtag und Einrichtung.
- Das Material: Ein Video, in dem eine Kollegin erzählt, warum sie gern bei dir arbeitet, wirkt stärker als ein Stockfoto mit Jobtitel. Dafür brauchst du einen Dreh. Mehr zu den Videokosten steht im Artikel Was kostet ein Social-Media-Video?.
- Die Bewerbungsstrecke: Muss jemand Anschreiben und Lebenslauf hochladen, springen am Handy viele ab. Eine kurze Strecke mit zwei bis vier Fragen bringt mehr Bewerbungen für dasselbe Budget. Wie das aufgebaut ist, zeigt unser Artikel zum Recruiting-Funnel auf Meta.
Bei Meta gibt es noch eine Besonderheit: Stellenanzeigen laufen in der speziellen Anzeigenkategorie Beschäftigung. Damit sind die Möglichkeiten, Zielgruppen einzugrenzen, eingeschränkt. Die Anzeige muss deshalb selbst klar machen, wen sie sucht, sonst bezahlst du für Klicks von Menschen, die nicht passen.
Social Recruiting im Vergleich zu Stellenbörse und Headhunter
Social Recruiting ersetzt nicht jedes andere Mittel. Es erreicht vor allem Menschen, die gerade nicht aktiv suchen, aber offen für einen Wechsel wären. Ein Vergleich hilft beim Einordnen:
| Weg | Kosten | Wen du erreichst |
|---|---|---|
| Stellenbörse | Einzelanzeigen je nach Paket, bei Stepstone z. B. Campus-Anzeigen ab 199 €, Standardanzeigen nach individuellem Preis | Menschen, die aktiv suchen |
| Personalvermittlung / Headhunter | üblich sind 20 bis 30 Prozent des ersten Jahresgehalts pro Einstellung | gezielt angesprochene Einzelpersonen |
| Social Recruiting | Werbebudget plus Produktion und Betreuung, laufend pro Monat | Menschen im Feed, die gerade nicht suchen |
Bei einer Stelle mit 50.000 Euro Jahresgehalt kostet eine Vermittlung also schnell 10.000 bis 15.000 Euro, für eine einzige Person. Social Recruiting kann im selben Zeitraum mehrere Stellen bedienen. Dafür gibt es keine Erfolgsgarantie: Du zahlst für Reichweite und Bewerbungen, nicht für die Einstellung.
Was eine offene Stelle kostet, wenn nichts passiert
Die wichtigste Zahl in der Rechnung fehlt oft: die Kosten der unbesetzten Stelle. Überstunden im Team, abgelehnte Aufträge, Kündigungen von Kollegen, die die Lücke stopfen. Wer das einmal ausrechnet, bewertet ein Recruiting-Budget anders. Wie die Rechnung geht, steht im Artikel Vakanzkosten: Was eine unbesetzte Stelle wirklich kostet.
Eine einfache Faustregel: Kostet dich die offene Stelle jeden Monat mehr als das Social-Recruiting-Budget, lohnt sich der Test fast immer.
Woran du ein gutes Angebot erkennst
Ein Angebot für Social Recruiting sollte diese Punkte klar beantworten:
- Wie viel vom Geld geht an die Plattform und wie viel an die Agentur? Werbebudget und Honorar sollten getrennt stehen.
- Wem gehört das Werbekonto? Am besten dir, damit Daten und Zielgruppen bei dir bleiben.
- Wird gedreht und wie oft? Mit echten Mitarbeitenden statt Stockfotos.
- Woran wird gemessen? An Bewerbungen und Einstellungen, nicht an Klicks oder Reichweite.
- Wer ruft die Bewerber an? Die schnellste Rückmeldung entscheidet oft, ob jemand im Gespräch landet. Kläre vorher, wer das in deinem Betrieb übernimmt.
- Wie lange läuft der Vertrag? Plane mindestens zwei bis drei Monate, damit Kampagnen lernen und du verschiedene Anzeigen testen kannst.
Selbst machen oder Agentur beauftragen?
Selbst machen lohnt sich, wenn jemand im Betrieb Zeit hat, sich in den Werbeanzeigenmanager einzuarbeiten, regelmäßig Videos dreht und die Zahlen jede Woche anschaut. Das ist mehr Aufwand, als viele denken.
Eine Agentur lohnt sich, wenn mehrere Stellen offen sind, wenn es schnell gehen muss oder wenn bisherige Versuche kaum Bewerbungen gebracht haben. Was eine Social Recruiting Agentur konkret übernimmt, haben wir auf unserer Leistungsseite beschrieben. Beispiele aus unserer Arbeit findest du unter Cases.
Häufige Fragen
Wie viel Werbebudget brauche ich für Social Recruiting? Als Richtwert etwa 500 bis 2.000 Euro pro Monat und Stelle oder Stellengruppe. Weniger geht, dann dauert es aber länger, bis die Kampagne genug Bewerbungen bringt, um zu lernen. Für knappe Berufe wie Pflege oder Handwerk liegt das Budget eher am oberen Ende.
Was kostet eine Bewerbung über Social Media? Das hängt stark vom Beruf, der Region und der Bewerbungsstrecke ab. Für Helferstellen ist eine Bewerbung deutlich günstiger als für Fachkräfte. Wichtiger als der Preis pro Bewerbung ist, wie viele davon passen und am Ende eingestellt werden.
Wie schnell kommen die ersten Bewerbungen? Oft schon in den ersten Tagen nach dem Start der Anzeigen. Bis die Kampagne stabil läuft und du weißt, welche Anzeige am besten wirkt, vergehen meist einige Wochen.
Ist Social Recruiting günstiger als ein Headhunter? Pro Einstellung oft ja, vor allem wenn mehrere Stellen offen sind. Ein Headhunter berechnet meist einen Anteil des Jahresgehalts pro Person. Dafür liefert er gezielt ausgewählte Kandidaten, während du beim Social Recruiting selbst vorauswählst.
Was kostet Social Recruiting bei [mediarenner]? Das hängt von Stellen, Standorten und Zielen ab. Wir machen dir nach dem kostenlosen Erstgespräch ein Angebot auf deinen Fall.
Fazit
Social Recruiting besteht aus Werbebudget, Produktion und Betreuung. Als Richtwert liegt es mit Agentur meist bei 1.500 bis 5.000 Euro im Monat, selbst gemacht beim Werbebudget plus deiner Zeit. Vergleiche das nicht nur mit dem Preis einer Stellenanzeige, sondern mit den Kosten der offenen Stelle und einer Vermittlung. Entscheidend sind echte Videos aus deinem Betrieb, eine kurze Bewerbungsstrecke und schnelle Rückrufe.
Du willst wissen, welches Budget für deine offenen Stellen realistisch ist? Lass uns im kostenlosen Erstgespräch darüber sprechen.
