

von Lukas Renner
zuletzt aktualisiert:
Eine der häufigsten Fragen, die wir von Unternehmern hören, ist:
„Was kostet ein Lead über Facebook oder Instagram?“
Die ehrliche Antwort darauf lautet:
Es kommt darauf an.
Und zwar auf mehrere Faktoren. Der größte Fehler vieler Unternehmen ist, dass sie versuchen, einen festen Preis für Leads zu bestimmen. In der Realität schwanken Leadpreise extrem – je nach Branche, Angebot, Zielgruppe und Kampagnenaufbau.
In diesem Artikel erklären wir:
- warum Leadpreise stark variieren
- welche Faktoren den Preis beeinflussen
- warum günstige Leads nicht automatisch gute Leads sind
- und warum Social Media eine ernsthafte Alternative zu klassischen Plattformen sein kann
Wie teuer sind Leads über Facebook oder Instagram?
Die Spanne bei Leadpreisen ist enorm.
Je nach Branche können Leads kosten:
- unter 1 € pro Lead
- 5–20 € pro Lead
- 50 € oder mehr pro Lead
Alles davon kann vollkommen normal sein.
Ein günstiger Lead bedeutet nicht automatisch Erfolg – und ein teurer Lead bedeutet nicht automatisch ein Problem.
Das wichtigste Kriterium ist immer:
Wie viele dieser Leads werden am Ende zu Kunden?
Praxisbeispiele aus Kampagnen
Um das greifbarer zu machen, hier einige reale Beispiele aus Kampagnen:
- Leads für unter 1 € pro Kontakt bei bestimmten Kampagnen
- Leasinganfragen für Autohäuser unter 5 € pro Anfrage
- Immobilien-Leads unter 10 €, aus denen eine Immobilie im Wert von 1 Mio. € innerhalb von vier Wochen verkauft wurde
Das zeigt sehr gut:
Der Leadpreis allein sagt wenig über den tatsächlichen Erfolg einer Kampagne aus.
Wichtiger ist immer:
- Qualität der Leads
- Abschlussquote
- Vertriebsprozess im Hintergrund
Die drei größten Faktoren für den Leadpreis
In der Praxis gibt es drei Hauptfaktoren, die den Leadpreis massiv beeinflussen.
1. Das Werbemittel (Creative)
Das Werbemittel ist oft der wichtigste Faktor.
Dazu gehören:
- Videos
- Grafiken
- Bildformate
- Textaufbau
Ein gutes Werbemittel sorgt dafür, dass Menschen überhaupt auf eine Anzeige reagieren.
Aktuell sehen wir häufig:
- Grafiken performen sehr gut
- Videos funktionieren ebenfalls stark
- reine Bildanzeigen sind oft weniger interessant
Besonders wichtig ist eine klare Botschaft.
Der Nutzer muss innerhalb von Sekunden verstehen:
- worum es geht
- welches Problem gelöst wird
- warum er klicken sollte
Viele Unternehmen machen hier einen Fehler:
Sie testen nur ein einziges Werbemittel und hoffen auf Ergebnisse.
Das ist keine Strategie – das ist Glücksspiel.
2. Formular, Funnel oder Landingpage
Der zweite große Faktor ist der Weg vom Klick zum Lead.
Hier gibt es zwei typische Varianten:
Meta Leadformular
Vorteile:
- sehr günstige Leads
- einfacher Prozess
- schnelle Eintragung
Nachteile:
- häufig geringere Leadqualität
- weniger Commitment
Funnel oder externe Landingpage
Vorteile:
- bessere Vorqualifizierung
- höhere Leadqualität
- mehr Vertrauen
Nachteile:
- höhere Kosten pro Lead
Gerade bei Vertrauensthemen – zum Beispiel Dienstleistungen, Immobilien oder Beratung – ist ein Funnel oft sinnvoller.
Hier kann der Nutzer zuerst:
- Informationen erhalten
- Vertrauen aufbauen
- Fragen beantworten
Das führt zwar zu teureren Leads, aber oft auch zu besseren Kunden.
3. Das Angebot selbst
Der dritte Faktor wird häufig unterschätzt:
das Angebot.
Ein starkes Angebot kann den Leadpreis drastisch senken.
Typische Beispiele:
- Fitnessstudios mit kostenlosen Probetrainings
- SaaS-Angebote mit kostenlosen Testphasen
- Abomodelle mit Einstiegsangeboten
Wenn der Einstieg für den Kunden einfach ist, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Anfrage enorm.
Der größte Denkfehler vieler Unternehmen
Viele Unternehmer stellen die falsche Frage.
Sie fragen:
„Wie günstig kann ein Lead sein?“
Die richtige Frage lautet:
„Wie viel Umsatz bringt mir ein Lead?“
Ein Beispiel:
- Leadpreis: 50 €
- Abschlussquote: 20 %
- Auftragswert: 5.000 €
In diesem Fall wäre der Lead extrem profitabel.
Im Gegensatz dazu:
- Leadpreis: 5 €
- Abschlussquote: 0 %
Dann ist selbst ein günstiger Lead wertlos.
Deshalb gilt:
Lieber ein 50 € Lead mit Abschluss als ein 5 € Lead ohne Umsatz.
Warum Social Media Leads planbar sein können
Viele Unternehmen glauben, Social Media sei Glückssache.
In der Praxis sehen wir jedoch:
Mit einer sauberen Struktur lassen sich Leads sehr gut planen.
Dazu gehören:
- klare Zielgruppenansprache
- mehrere getestete Werbemittel
- funktionierende Funnel oder Formulare
- ein strukturierter Vertriebsprozess
Besonders wichtig ist der Prozess nach dem Lead.
Wenn ein Lead eingeht, sollte:
- schnell reagiert werden
- ein klares CRM-System vorhanden sein
- ein definierter Vertriebsprozess bestehen
Ohne diesen Prozess gehen viele Leads verloren.
Mindestbudget für Leadkampagnen
Eine weitere häufige Frage lautet:
„Wie viel Budget brauche ich mindestens?“
Realistisch ist ein Minimum von etwa:
10 € pro Tag pro Kampagne
Mit weniger Budget wird es schwierig, ausreichend Daten zu sammeln, um Kampagnen zu optimieren.
Gerade wenn mehrere Werbemittel getestet werden sollen, ist ein etwas höheres Budget sinnvoll.
Fazit
Die Kosten für Leads über Facebook oder Instagram lassen sich nicht pauschal festlegen.
Sie hängen vor allem ab von:
- dem Werbemittel
- dem Funnel oder Formular
- dem Angebot selbst
Leadpreise können von unter 1 € bis über 50 € reichen – und trotzdem profitabel sein.
Wichtiger als der Leadpreis ist immer:
- die Qualität der Leads
- die Abschlussquote
- der Vertriebsprozess im Unternehmen
Richtig eingesetzt können Social Media Leads eine planbare und skalierbare Alternative zu klassischen Plattformen sein.
Call-to-Action
Wenn du wissen möchtest, wie hoch der Leadpreis in deiner Branche realistisch ist und welche Strategie dafür sinnvoll wäre, analysieren wir das gerne gemeinsam.
In einem unverbindlichen Erstgespräch zeigen wir dir:
- welche Leadpreise realistisch sind
- welche Kampagnenstruktur sinnvoll ist
- und wie du Social Media für planbare Anfragen nutzen kannst.
👉 Jetzt unverbindliches Erstgespräch vereinbaren

